Elektrisch nach Barcelona - Das Fazit

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Dies ist der siebente und letzte Teil unseres Reiseberichts "Elektrisch nach Barcelona". Vorherige Episode verpasst? Dann direkt zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 und Teil 6. Diese und weitere Berichte zum elektrischen Fahren gibt es in unserer Rubrik eMobilität.

Das war sie nun also, unsere erste große Fahrt im Elektroauto. Das Kurz-Fazit fällt recht eindeutig aus: Es war toll.

Ein bisschen ausführlicher machen wir es aber dann doch noch. enter image description here

Zunächst die nackten Zahlen: Unser iX ist mit uns 5.480km gefahren. Wir haben insgesamt 40mal geladen, insgesamt 1.102,1kWh. Das ergibt einen Durchschnittsverbrauch von 20,1kWh/100km. Das halte ich für einen vollbepackten iX 40 mit viel Autobahnstrecke für in Ordnung.

Der teuerste Strom war der von EWE Go mit EnBW mobility+ Tarif in Deutschland, da haben wir 60 Cent je kWh bezahlt. Der preiswerteste Anbieter war IONITY in Frankreich mit gerade einmal 30 Cent je kWh. Den haben wir auch mit Abstand am meisten genutzt. Insgesamt hatten wir einen Durchschnittspreis von 40 Cent pro kWh und Gesamtkosten von 438,10 EUR.

Unser Diesel, der 6,5 Liter auf 100km verbraucht, hätte auf dieser Strecke gut 356 Liter Diesel beansprucht. Diesel kostet etwa 1,80 EUR in Deutschland und 2,10 EUR in Frankreich. Obwohl wir mehr in Frankreich als in Deutschland unterwegs waren, nehmen wir mal die Mitte von 1,95 EUR. Das ergibt knapp 695 EUR und damit mehr als 50% höhere Kosten nur für den Treibstoff. Steuer, Wartungskosten usw. sind allesamt beim Elektroauto niedriger, dadurch wird der Unterschied noch größer.

Die CO2-Bilanz kann ich nicht vergleichen. Der nicht verbrauchte Diesel hat fast 900kg CO2 eingespart. Da ich aber nicht bei jedem französischen Anbieter den Strommix kenne, weiß ich nicht, wieviel CO2 wir mit unserem Strom generiert haben. Deshalb will ich auf diesen Aspekt gar nicht weiter eingehen.

Ein weiterer Vorteil der E-Mobilität ist aber das ruhige, vibrationsarme Reisen. Das kann man natürlich schwer in Zahlen ausdrücken, aber es entspannt auf langen Strecken enorm. Man hört die Musik aus dem Radio ohne sie laut drehen zu müssen. Man gleitet über die Autobahn und hört nur das Geräusch der Reifen und bei einem gut gedämmten Auto wie dem iX ist es im Innenraum wirklich leise.

Und wenn es nicht über die Autobahn, sondern durch enge Kurven geht, dann spürt man das überlegene Fahrverhalten. Der Akku ist der schwerste Teil des Fahrzeugs und der sitzt unten. Man hat durch den tiefen Schwerpunkt eine fantastische Straßenlage, nichts schwankt und man fühlt sich auch bei höheren Geschwindigkeiten absolut sicher in der Kurve.

Es war eine tolle Reise und ich empfehle jedem eine Probefahrt in einem Elektroauto. Dazu muss man kein Ökofuzzi sein, auch ohne Umweltaspekt ist elektrisch zu fahren einfach super.

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